Montag, 20. Januar 2020

Ist wirklich alles Gold was glänzt?


Während wir uns mit den Vertragsunterlagen beschäftigten, beschäftigte sich der Bauträger bzw. die beauftragte Firma mit dem Keller.

In unserer, dem Vertrag anliegenden Baubeschreibung, ist bezüglich des Kellers Folgendes zu lesen:

„Die Kellersohle des Wohnhauses wird entsprechend der statischen Berechnung aus Stahlbeton auf einer Sauberkeitsschicht/Wärmedämmung hergestellt.
Mit Herstellung der Fundamente bzw. der Bodenplatte wird nach örtlicher Vorschrift und VDE-Richtlinie ein Fundamenterder eingebaut.
Die Kelleraußenwände werden mit wasserundurchlässigem Beton inkl. Wärmedämmung nach statischer Berechnung erstellt …"

Liest sich erstmal gut, wie ich finde. Die Kellersohle des Wohnhauses …. Klingt für mich nach einer Kellersohle eines einzelnen Hauses. Ist aber nicht so gemeint, denn





wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich um EINE Kellersohle für FÜNF Häuser.

Auch die Kelleraußenwände sind „gemeinsame“ Kelleraußenwände. Auch dort sind sämtliche Häuser miteinander verbunden, weshalb ich die Formulierung „des Wohnhauses“ unpassend finde.



Aber gut. Mein Fehler, dass ich nicht vorher nachgehakt habe. Lt. Herrn S. soll es dennoch keine Schallübertragung zum Nachbarhaus geben ... (Dazu jedoch später mehr. Wir widmen uns erstmal weiter den Kelleraußenwänden.)

Zitat: "Kellerwände können auf traditionelle Weise Stein für Stein gemauert oder aus Frischbeton gegossen werden. Eine weitere, zeitsparende Möglichkeit ist es, den Keller komplett aus Betonfertigteilen errichten zu lassen. Dabei werden im Werk des Herstellers zweischalige Wandelemente aus Beton gegossen und nach ihrer Aushärtung per Tieflader auf die Baustelle geliefert. Dort müssen die einzelnen Fertigteile nur noch auf ein bereits vorbereitetes Fundament montiert und durch Ortbetonverguss fugenlos miteinander verbunden werden. Die Errichtung eines Fertigkellers dauert, abhängig von der gewünschten Kellergröße, in der Regel etwa drei bis fünf Tage.

Die Fertigkellerelemente werden aus sogenanntem wasserundurchlässigen Beton (WU-Beton) hergestellt und schützen damit wirksam gegen eindringende Nässe. Da die einzelnen Betonelemente sehr groß sind, verringert sich die Anzahl von Stoßfugen, die eine potenzielle Schwachstelle darstellen, auf ein Minimum. Außerdem sind die Betonfertigteile absolut passgenau, so dass sie Feuchtigkeit überhaupt nur eine sehr geringe Angriffsfläche bieten.

Schön wär’s.
Die für uns sichtbaren Fugen zwischen den Fertigkellerelementen sind keineswegs passgenau. Im Gegenteil. Die Fugen werden nach oben hin breiter. Eine Bauwerksabdichtung ist an Stoß- und Lagerfugen nicht zu erkennen (vielleicht kommt das ja noch?)




Nein, da kommt nix. 





Das ist allerdings nicht nur an unseren Fugen der Fall.





Sicherlich wäre es schön gewesen, wenn die Fugen noch ausgemörtelt worden wären, aber so wie es ist, soll es kein Drama sein. Das Schwarze ist wohl nur ein Grundierungsanstrich als Untergrund für die Perimeterdämmung. Hoffen wir das Beste.


Schaum und Silikon ersetzt die Präzision.

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