Montag, 10. Februar 2020

Alles was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch (René Descartes)


Wie man's macht, macht man's falsch.
Und macht man's falsch,
ist's auch nicht richtig
(© Klaus Klages)


Nun haben wir die siebte Woche des Jahres 2020 und mich beschleicht stetig mehr der Verdacht, dass ich irgendwann in der Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ vorgeführt werde.
Wir erinnern uns:
- Bodenplatte des Wohnhauses = Bodenplatte von 5 Häusern
- Dämmung Zwischenwände = Luft
- 3 Kellerräume + Diele = 1 Kellerraum + Diele


Nun haben wir ja am 06.01.2020 in einem Gespräch mit Herrn S. nicht nur die Kellerräume geplant, sondern auch – neben vielen anderen Dingen – festgelegt, dass wir im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss elektrische Rollläden bekommen und natürlich bekamen wir auch gleich ein paar Tage später eine „Kaufvertragsabrechnung“ übersandt, in der dieser Sonderwunsch aufgeführt und mit einer stolzen Summe berechnet wurde.

Bei unserem allwöchentlichen Besuch auf der Baustelle mussten wir jedoch feststellen, dass wir das einzige Haus in der Reihe sind, das KEINE elektrischen Rollläden erhält, denn wir haben in den Außenmauern „Löcher“. Man hat dort einfach mal eine „Fensteröffnung“ neben den Fenstern gelassen zum Zwecke, dort einen Gurtkasten unterzubringen. Wohlgemerkt NUR bei uns.






Es sei anzumerken, dass ich weder ein Loch in der Außenwand möchte, noch einen Gurtkasten. Ich hätte gerne einen formschönen, stabilen Kalksandstein, wie alle anderen Hausbesitzer auch. 
Ist das so schwer zu verstehen??? 
Vermutlich läuft es darauf hinaus, dass diese überaus kompetente Firma etwas Styropor ins Loch stopft und dann mit Mörtel zuschmiert – in der Hoffnung, dass die dummen Bauherren den Pfusch übersehen.


Interessant finde ich übrigens auch, dass die Dämmwolle gar nicht erst aus der Verpackung geholt, sondern -  schließlich soll man ja Plastikmüll sparen – gleich mit der Folie in die Spalten gestopft wurde.




Am 12.02.2020 haben wir ein weiteres Gespräch mit Herrn S. Dabei soll es um die Installation innerhalb des Hauses gehen … Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob dieses Gespräch nicht vollkommen sinnlos ist. Da vom ersten Gespräch nicht eine einzige Sache umgesetzt wurde, wäre es naiv zu glauben, dass ich auch nur eine einzige Steckdose erhalten werde, die ich am 12.02.2020 in Auftrag gebe.


Mir graut es offen gestanden schon vor der Sanitärbemusterung in Schüttorf am Freitag. 
Oder vor der Fliesenbemusterung in Gescher am Samstag. 
Von der Zimmertürbemusterung mal ganz abgesehen … 
Warum soll ich Stunden damit zubringen, mir etwas Schönes auszusuchen, wenn ich es sowieso nicht erhalte - außer in der Rechnung?

In diesem Sinne allen einen schönen Wochenstart.

Dienstag, 4. Februar 2020

Planung bedeutet, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen


Wir machen alles.
Manches morgen,
manches übermorgen,
manches vielleicht,
manches überhaupt nicht.



Das Jahr hat die 6. Kalenderwoche erreicht.

Unser Keller wird derzeit zugeschüttet. Zuvor wurden noch Abwasserrohre verlegt. Leider konnten wir nicht sehen, ob diese auch an die Kellerschächte angebracht wurden. Ich schätze, wir werden es spätestens merken, wenn das Grundwasser nicht mehr abgepumpt wird.





Meine Skepsis bezüglich der Bauweise unseres Kellers ist noch immer vorhanden.
Bei der „weißen Wanne“ bildet die Bodenplatte zusammen mit den aus wasserundurchlässigem Beton hergestellten Wänden eine Flächenabdichtung. So müssen lediglich die Boden-Wand-Fuge sowie die Wandstöße mit einem zugelassenen Fugenabdichtungssystem gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt werden. In beiden Fällen wird die Bodenplatte vor Ort mit wasserundurchlässigem Beton gegossen.
Wie bereits erwähnt, gab es kein Fugenabdichtungssystem, das für mich sichtbar gewesen wäre.



Auch die angebrachte Perimeterdämmung entspricht nicht wirklich meinen laienhaften Vorstellungen, denn eigentlich sollte eine Perimeterdämmung folgendermaßen angebracht werden:
-       Zunächst muss der Boden ausgehoben werden. (Bei Altbauten wird ein Graben entlang der Grundmauer ausgehoben.)
-       Je nach Nutzungsweise des Kellers wird über die Art der Dämmung entschieden. (In einem Waschraum würde z. B. mehr Feuchtigkeit entstehen als in einem Wohnraum.)
-       Die Mauer wird gesäubert und Risse verspachtelt. (Gelten Fugen auch als Risse???)
-       Anschließend muss die Wand vollständig austrocknen. (Trocken??? Es hat ununterbrochen geschüttet und die Feuchtigkeit war an den Wänden nicht zu übersehen)
-       Es wird Mörtel zwischen Fundament und Mauer verteilt. (Himmel, wäre das schön gewesen)
-       Die Mauer wird mit Bitumen-Vorstrichmittel gestrichen und erhält einen Isolieranstrich. (Hilft eigentlich so ein Anstrich, wenn er nicht durchgehend aufgebracht wird????)
-       Es werden mehrere Lagen geklebter Sperrbahnen oder Kunststoffbahnen angebracht. (Geklebt oder angebracht wurde rein gar nix – schon gar keine Bahnen).
-       Als letztes werden die Dämmplatten (z. B. XPS, EPS, Schaumglas) montiert. (Ja, die Teile sind vorhanden – irgendwie … mehr oder weniger)




Wir haben übrigens inzwischen auch Treppen.



Und im Erdgeschoss eine getrennte Decke bzw. einen vom Nachbarhaus getrennten Boden - zumindest sieht es optisch danach aus. Ob die Dämmung in der kompletten Fuge (also bis in den Keller) reicht, ist nicht bekannt. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.






Zukunft: die Ausrede all jener, die in der Gegenwart nichts tun wollen.