Dienstag, 4. Februar 2020

Planung bedeutet, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen


Wir machen alles.
Manches morgen,
manches übermorgen,
manches vielleicht,
manches überhaupt nicht.



Das Jahr hat die 6. Kalenderwoche erreicht.

Unser Keller wird derzeit zugeschüttet. Zuvor wurden noch Abwasserrohre verlegt. Leider konnten wir nicht sehen, ob diese auch an die Kellerschächte angebracht wurden. Ich schätze, wir werden es spätestens merken, wenn das Grundwasser nicht mehr abgepumpt wird.





Meine Skepsis bezüglich der Bauweise unseres Kellers ist noch immer vorhanden.
Bei der „weißen Wanne“ bildet die Bodenplatte zusammen mit den aus wasserundurchlässigem Beton hergestellten Wänden eine Flächenabdichtung. So müssen lediglich die Boden-Wand-Fuge sowie die Wandstöße mit einem zugelassenen Fugenabdichtungssystem gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt werden. In beiden Fällen wird die Bodenplatte vor Ort mit wasserundurchlässigem Beton gegossen.
Wie bereits erwähnt, gab es kein Fugenabdichtungssystem, das für mich sichtbar gewesen wäre.



Auch die angebrachte Perimeterdämmung entspricht nicht wirklich meinen laienhaften Vorstellungen, denn eigentlich sollte eine Perimeterdämmung folgendermaßen angebracht werden:
-       Zunächst muss der Boden ausgehoben werden. (Bei Altbauten wird ein Graben entlang der Grundmauer ausgehoben.)
-       Je nach Nutzungsweise des Kellers wird über die Art der Dämmung entschieden. (In einem Waschraum würde z. B. mehr Feuchtigkeit entstehen als in einem Wohnraum.)
-       Die Mauer wird gesäubert und Risse verspachtelt. (Gelten Fugen auch als Risse???)
-       Anschließend muss die Wand vollständig austrocknen. (Trocken??? Es hat ununterbrochen geschüttet und die Feuchtigkeit war an den Wänden nicht zu übersehen)
-       Es wird Mörtel zwischen Fundament und Mauer verteilt. (Himmel, wäre das schön gewesen)
-       Die Mauer wird mit Bitumen-Vorstrichmittel gestrichen und erhält einen Isolieranstrich. (Hilft eigentlich so ein Anstrich, wenn er nicht durchgehend aufgebracht wird????)
-       Es werden mehrere Lagen geklebter Sperrbahnen oder Kunststoffbahnen angebracht. (Geklebt oder angebracht wurde rein gar nix – schon gar keine Bahnen).
-       Als letztes werden die Dämmplatten (z. B. XPS, EPS, Schaumglas) montiert. (Ja, die Teile sind vorhanden – irgendwie … mehr oder weniger)




Wir haben übrigens inzwischen auch Treppen.



Und im Erdgeschoss eine getrennte Decke bzw. einen vom Nachbarhaus getrennten Boden - zumindest sieht es optisch danach aus. Ob die Dämmung in der kompletten Fuge (also bis in den Keller) reicht, ist nicht bekannt. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.






Zukunft: die Ausrede all jener, die in der Gegenwart nichts tun wollen.


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